Vita

Als kleiner Steppke war ich auf vielen Bolzplätzen dieser Welt zu Hause. Warum bin also ich jetzt Handballexperte? Das ist eigentlich Zufall… Mein Chefredakteur bei Radio Siegen hat mich als blutigen Anfänger mitten in die 3. Handballliga gesteckt: Als Reporter zu den Handballern des TuS Ferndorf. Mein Kollege musste mir damals am Spielfeldrand erst mal erklären, was die Klebestreifen auf den Handballschuhen zu bedeuten haben (da kleben sie Harz drauf!). Fünf Jahre später arbeite ich für RTL, Sport1 und die HBL bei der Handball WM in Paris.

Zwischen dem Handball-Neuling und dem Handball-Experten liegt allerdings ein langer Weg (der hoffentlich noch nicht zu Ende ist). Meine erste Station hat mich zum Journalistik-Studium an die TU Dortmund gebracht. Dafür bin ich 2011 ins Ruhrgebiet gezogen, allerdings auch jedes Wochenende 112 km die A45 zurück in die Heimat gefahren. Es hat sich gelohnt: Die „Ferndorfer“ sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen und ich war als treuer Live-Reporter stets bei allen Spielen dabei.

Der nächste Schritt im Journalismus ist das Volo. Meins habe ich 2013 beim Radiosender Lippe Welle Hamm ergattert. Praktischerweise konnte ich meine Handballkenntnisse dort noch vertiefen, denn die Lippe Welle ist Medienpartner des ASV Hamm Westfalen –  der ist ebenfalls in der 2. Handballbundesliga zu Hause. Trotzdem kommt man um Fußball im Ruhrgebiet nicht vorbei: Bei Heimspielen von Borussia Dortmund und des FC Schalke 04 durfte ich mich regelmäßig mit meinem Mikro durch die Mixed Zone schlagen. Hier habe ich gelernt, dass auch ein Journalist mal die Ellenbogen ausfahren muss, um an gute Stimmen zu kommen. Neben meiner Arbeit für die Sportredaktion habe ich noch eine weitere Vorliebe an mir entdeckt: Die Moderation. Schon kurz nach meinem Volo war ich fester Bestandteil als Moderator der Morning-Show bei der Lippe Welle und Radio Siegen. Mein Lieblingsplatz in der Redaktion ist ganz klar das Studio (knapp gefolgt vom Platz neben der Kaffeemaschine). Für mich ist es ein Privileg Menschen aufzuwecken, in den Tag zu begleiten und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern – das kann mit keinem Gehalt der Welt bezahlt werden.

Fernsehen. Neuland. Bei meinem nächsten Schritt habe ich ein neues Medium „gelernt“. Beim Fernsehen geht es anders zu als im gewohnten Radio-Umfeld. Das habe ich als (gelernter) VJ gemerkt – und es hat mir gefallen! Ein Videojournalist plant, filmt, schneidet und vertont. Eine Spielwiese zum Austoben hatte ich ja schon. Der ASV Hamm Westfalen suchte einen Mann für den Social Media Bereich. Perfekt. Von dem Tag an war ich dort das „Medien-Mädchen für alles“. Durch meine Videos, Bilder und Interviews habe ich die Facebook-Seite des Vereins zur stärksten Facebook-Seite in der gesamten Liga gemacht. Meine Arbeit scheint irgendwann wohl auch der Handball Bundesliga aufgefallen zu sein. 2015 ging es als HBL-Reporter zur WM nach Katar (schon wieder „Medien-Mädchen für alles“ 😉 ).

Meinen nächsten Schreibtisch durfte ich im Sportpool der RTL-Mediengruppe in Köln belegen. Dort hab ich  über die verschiedensten Sportarten für tagesaktuelle Formate berichtet: Fußball, Formel 1, Galopp-Rennen und einige mehr. Der Sport fasziniert mich und jede Sportart hat ihren ganz eigenen Reiz. Meine Sportpalette hat sich weiterentwickelt und auch mein journalistisches Know-how ist um einiges angewachsen – das konnte ich bei meiner  Station noch einmal unter Beweis stellen: Bei der Handball WM in Frankreich habe ich als VJ RTL, Sport1 und die HBL mit Videomaterial beliefert und war nebenher auch noch als Radio-Korrespondent für die DPA im Einsatz.

Und jetzt gibt es wieder eine ganz neue Spielwiese für mich: Im WDR Studio Siegen spielt der Sport zwar leider nur eine untergeordnete Rolle, ich versuche aber immer eine Möglichkeit zu finden meinen geliebten Sport in den Fokus zu rücken.

Zurzeit arbeite ich ganz aktuell an einem Projekt, bei dem jedem Handballfan das Herz höher schlägt: Ich darf als VJ und Social Media Redakteur die deutsche Handballnationalmannschaft auf dem Weg zu ihrer Handball WM 2019 im eigenen Land begleiten. Was für eine Ehre und was für eine Aufgabe. Näher ran geht es nicht mehr und ich kann kaum erwarten, dass endlich Januar ist.